
Hyperbare Sauerstofftherapie zur gezielten Unterstützung der Regeneration des Innenohrs bei plötzlichem Hörverlust und Ohrgeräuschen.
Jetzt unverbindlich anfragenEin plötzlicher Hörverlust oder neu auftretender Tinnitus stellt für viele Betroffene eine erhebliche körperliche und emotionale Belastung dar. Ein Hörsturz tritt meist unerwartet auf und geht häufig mit Ohrdruck, verzerrtem Hören, Geräuschüberempfindlichkeit oder Schwindel einher. Nicht selten entwickelt sich begleitend ein Tinnitus, der zusätzlich belastend wirken kann.
Die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) wird bei akutem Hörsturz mit oder ohne Tinnitus als ergänzende Behandlung eingesetzt. Ziel ist es, die Sauerstoffversorgung des Innenohrs zu verbessern, die Durchblutung zu fördern und die Regeneration empfindlicher Hörzellen zu unterstützen. Im Ärzte Zentrum für Hyperbare Sauerstofftherapie in Aachen erfolgt die Therapie ärztlich begleitet und individuell abgestimmt, in enger Ergänzung zur HNO-fachärztlichen Behandlung.
Diese positiven Effekte sind durch zahlreiche Studien belegt und machen die HBO-Therapie zu einer wertvollen Therapieansatz bei der Behandlung von akutem Hörsturz und Tinnitus.
Der Hörsturz ist eine plötzlich auftretende Hörminderung, die häufig mit Ohrgeräuschen (Tinnitus), Druckgefühl oder Schwindel einhergeht. Er stellt eine ernstzunehmende Erkrankung des Innenohrs dar und erfordert eine zeitnahe medizinische Abklärung. Trotz moderner diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten kann es bei einem Teil der Patientinnen und Patienten zu einem anhaltenden Hörverlust oder zu chronischem Tinnitus kommen.
Hörsturz und Tinnitus entstehen durch funktionelle Störungen im empfindlichen Innenohr. Dabei spielt insbesondere eine gestörte Durchblutung eine zentrale Rolle. Wenn die feinen Strukturen des Innenohrs nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden, reagieren die Sinneszellen empfindlich und können in ihrer Funktion eingeschränkt werden. Die Beschwerden entwickeln sich häufig plötzlich, können sich jedoch im weiteren Verlauf verfestigen.
Im Mittelpunkt der Pathophysiologie steht die Beeinträchtigung der kleinsten Blutgefäße der Hörschnecke (Mikrozirkulationsstörung). Durch Gefäßverengungen oder Durchblutungsstörungen wird die Versorgung der hochsensiblen Haarzellen des Innenohrs reduziert. Bereits geringe Veränderungen der Durchblutung können hier zu deutlichen Hörstörungen führen.
Die verminderte Durchblutung verursacht einen relativen Sauerstoffmangel (Hypoxie) im Innenohr. Sauerstoff ist jedoch essenziell für den Energiestoffwechsel der Haarzellen sowie für die Weiterleitung akustischer Signale an den Hörnerv. Besteht dieser Sauerstoffmangel über einen längeren Zeitraum, können sich Funktionsstörungen verfestigen und die Regenerationsfähigkeit des Innenohrs nimmt ab.
Als weitere Folge können entzündliche und stoffwechselbedingte Veränderungen auftreten, die die feinen Strukturen des Innenohrs zusätzlich belasten. Die Elastizität und Funktionsfähigkeit der Sinneszellen gehen verloren, was sich in anhaltendem Hörverlust oder dauerhaftem Tinnitus äußern kann.
Zusätzlich sind die Reparaturmechanismen des Innenohrs nur sehr eingeschränkt ausgeprägt. Geschädigte Haarzellen und neuronale Strukturen können sich kaum oder gar nicht erneuern. Bleibt die Durchblutungs- und Sauerstoffstörung bestehen, kann dies dazu führen, dass sich akute Beschwerden zu chronischen Hörstörungen oder persistierendem Tinnitus entwickeln.
Bei plötzlichem sensorineuralem Hörverlust kann die HBO-Therapie ergänzend eingesetzt werden, um die Sauerstoffversorgung des Innenohrs zu verbessern und die Erholung der Hörfunktion zu unterstützen.
Tritt ein Tinnitus begleitend zu einem Hörsturz auf, kann die HBO-Therapie helfen, entzündliche Prozesse zu regulieren und die neuronale Verarbeitung im Hörsystem zu stabilisieren.

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Gerade beim akuten Hörsturz sehen wir, dass eine frühzeitige HBO-Therapie die Regeneration des Innenohrs unterstützt und einem Hörverlust wirksam entgegen wirken kann.
– Dr. med. Elke Langejürgen
Leitende Ärztin, Spezialistin für Hyperbare Sauerstofftherapie
Jetzt unverbindlich anfragenDie Hyperbare Sauerstofftherapie setzt direkt an den vermuteten physiologischen Ursachen des Hörsturzes an. Während der Behandlung atmen Patientinnen und Patienten unter erhöhtem Umgebungsdruck reinen Sauerstoff ein. Dadurch erhöht sich die im Blutplasma gelöste Sauerstoffmenge deutlich.
Dieser zusätzliche Sauerstoff kann die feinen Gefäßstrukturen des Innenohrs besser versorgen, die Mikrozirkulation verbessern und entzündliche Schwellungen reduzieren. Gleichzeitig wird die Regeneration der empfindlichen Haarzellen und Hörnerven unterstützt. Studien zeigen, dass insbesondere bei frühem Therapiebeginn die Kombination aus HBO-Therapie und medikamentöser Behandlung die Chancen auf eine Hörverbesserung deutlich erhöhen kann.
Die Evidenzbasis zur HBO-Therapie beim Hörsturz hat sich in den letzten Jahren deutlich verdichtet und verschoben – weg von kleinen Einzelstudien hin zu mehreren qualitativ hochwertigen systematischen Reviews und Meta-Analysen, die ausdrücklich die Kombination aus HBO-Therapie und medikamentöser Therapie, insbesondere systemischen und intratympanalen Corticosteroiden, untersuchen.
Die derzeit aktuellste und in ihrer Breite wichtigste Arbeit ist die 2025 publizierte Meta-Analyse von Alter et al. („Hyperbaric Oxygen and Sudden Sensorineural Hearing Loss: A Systematic Review and Meta-Analysis", Laryngoscope 2025). Die Auswertung zeigte, dass Patientinnen und Patienten, die HBO zusätzlich zur Standardmedikation erhielten, deutlich häufiger eine Verbesserung des Hörvermögens erreichten als diejenigen, die ausschließlich medikamentös behandelt wurden. Insgesamt war die Chance auf eine Hörverbesserung in der HBO-Gruppe mehr als doppelt so hoch.
Diese Arbeit bestätigt eindrücklich, dass gerade die Kombination aus HBOT und Steroiden einen deutlichen zusätzlichen Nutzen bringt – genau das Therapieszenario, das auch im klinischen Alltag in deutschen Druckkammern angewandt wird.
Zusätzlich liegen zahlreiche prospektive und retrospektive klinische Studien vor, die die HBOT in Kombination mit Steroiden insbesondere bei schwerem Hörverlust und früher Therapiebeginn (innerhalb von 2 Wochen) als wirksam und sicher beschreiben.

In einem persönlichen Gespräch prüfen unsere Ärzte, ob eine HBO-Therapie in Ihrer spezifischen Situation sinnvoll ist.
Die Behandlungsdauer, Sitzungszahl und Begleittherapie werden auf Ihre Beschwerden abgestimmt.
Unser interdisziplinäres Team sorgt während der gesamten Therapie für die tägliche Begleitung, medizinische Beratung und Anpassungen in enger Abstimmung mit Ihren Ärzten.
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und Sie unverbindlich und vertraulich zu beraten.
Die Kosten der HBO-Therapie richten sich nach dem individuellen Krankheitsbild, dem Schweregrad des Hörverlusts und dem empfohlenen Behandlungsumfang. Häufig umfasst die Therapie mehrere Sitzungen über einen begrenzten Zeitraum.
Private Krankenversicherungen, Beihilfestellen oder Zusatzversicherungen übernehmen die Kosten für die HBO-Therapie bei nachgewiesenem Hörsturz. Bei gesetzlich versicherten Patienten wird im Einzelfall durch die Krankenkassen entschieden. Unser Team unterstützt Sie bei der Klärung der Kostenübernahme und berät Sie transparent und individuell.
Aktuelle Studien zeigen, dass die Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) beim akuten Hörsturz als wichtige ergänzende Behandlung die Abheilung unterstützt. Metaanalysen belegen, dass die HBO-Therapie, insbesondere bei frühem Therapiebeginn, die Hörverbesserung im Vergleich zur Standardtherapie deutlich erhöht. Leitlinien der Fachgesellschaften und die Undersea and Hyperbaric Medical Society (UHMS, 2024) führen HBO-Therapie als empfohlene Zusatztherapie auf. Die derzeit aktuellste und in ihrer Breite wichtigste Arbeit ist die 2025 publizierte Meta-Analyse von Alter et al. (Hyperbaric Oxygen and Sudden Sensorineural Hearing Loss: A Systematic Review and Meta-Analysis, Laryngoscope 2025). Die Auswertung zeigte, dass Patientinnen und Patienten, die HBO zusätzlich zur Standardmedikation erhielten, deutlich häufiger eine Verbesserung des Hörvermögens erreichten als diejenigen, die ausschließlich medikamentös behandelt wurden. Insgesamt war die Chance auf eine Hörverbesserung in der HBO-Gruppe mehr als doppelt so hoch. Für Tinnitus bestehen positive Hinweise vor allem, wenn dieser im Zusammenhang mit einem akuten Hörsturz auftritt.
„Nach der 1. Sitzung nachmittags bereits ein greller Pfeifton verschwunden. … Nach der 9. Behandlung stetige Verbesserung. Insgesamt leisere Tonlage der Tinnitusgeräusche. Einige hohe Frequenzen scheinen ganz verschwunden, manche kehren ab und zu zurück."
„Nach mehreren erfolglosen Behandlungen entschied ich mich für die HBO-Therapie. Anfangs war ich skeptisch, doch schon nach wenigen Sitzungen bemerkte ich erste Verbesserungen: Der Tinnitus schien weniger aufdringlich, die Schlafqualität verbesserte sich. Sehr professionelles Team, danke."
„Von einem Moment auf den anderen hörte ich auf einem Ohr fast nichts mehr – als hätte jemand einen Schalter umgelegt. Die Geräusche klangen dumpf und verzerrt, mein Gleichgewicht war gestört. Schon nach den ersten Sitzungen merkte ich eine Veränderung: Der Druck im Ohr ließ nach, das dumpfe Gefühl wurde schwächer, und erste Klangdetails kehrten zurück. Das HBO-Team war sehr nett."
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